Guiñote: das Kartenspiel Aragoniens erklärt
Guiñote ist Aragoniens geliebte Tute-Variante: sechs Karten, zwei Spielphasen, gesungene 20er und 40er — und Dorfmeisterschaften mit Denksport-Ernst.
Guiñote ist das, was man in Aragonien meint, wenn man «Karten spielen» sagt: ein Partnerschafts-Stichspiel aus der Tute-Familie, erstmals 1836 in einem aragonesischen Wörterbuch dokumentiert und in der Region als Denksport mit Dorfmeisterschaften gepflegt. Vier Spieler in zwei Paaren halten je sechs Karten; solange der Stapel reicht, herrscht Freiheit — kein Bedienzwang —, doch danach wird das Spiel zum strengen arrastre: bedienen, überstechen wenn möglich, trumpfen wenn nötig. König-und-Reiter-Paare bringen gesungene 20 oder 40 Punkte, der letzte Stich zählt zehn extra, und wer seine Punkte sicher glaubt, darf das Spiel anhalten und zählen — wer sich verzählt, verliert die Hand.
Unsere vollständige Anleitung — Geschichte, beide Phasen, Zählweise und die fünf Unterschiede zum Tute — gibt es auf Spanisch: Reglas del guiñote. Gespielt wird mit einem spanischen 40-Karten-Blatt aus unserer Spielkarten-Kollektion.
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