
Poker Wertung: Wertigkeit der Karten von 2 bis Ass
Reihenfolge der Karten beim Poker: Ist das Ass hoch oder niedrig, zählen die Farben, wie entscheidet der Kicker? Mit Übersicht aller Pokerhände.
Kurz gesagt
Beim Poker gilt diese Wertigkeit der Karten, von hoch nach niedrig: Ass, König (K), Dame (Q), Bube (J), 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3 und 2. Das Ass ist die höchste Karte, kann aber auch als niedrigste Karte die Straße A-2-3-4-5 bilden. Die Farben haben keinen Wert: Ein Pik-Ass und ein Kreuz-Ass sind genau gleich viel wert.
- Es gibt 13 Ränge, und jeder kommt im Blatt viermal vor (einmal pro Farbe).
- Die Karten zählen keine Augen: Sie werden nur miteinander verglichen, um Kombinationen zu bilden und Gleichstände aufzulösen.
- Die Reihenfolge der Farben (Pik, Herz, Karo, Kreuz) dient nur Dingen wie der Auslosung des Buttons oder der Frage, wer beim Stud eröffnet, nie der Verteilung eines Pots.
Wer vom Skat, vom Doppelkopf oder vom Blackjack zum Poker kommt, hat meist eine andere Zählweise im Kopf: Das Ass zählt 11, die Zehn zählt 10, Kreuz steht über Pik. Beim Poker funktioniert nichts davon. Hier haben die Karten keine Augen, sondern einen Rang: eine feste Reihenfolge, an der man erkennt, welche Hand stärker ist und wer den Pot bekommt, wenn zwei Spieler dieselbe Kombination haben. In diesem Ratgeber gehen wir die Poker Wertung Karte für Karte durch: die doppelte Rolle des Asses, warum die Farben nicht zählen (und die wenigen Fälle, in denen sie es doch tun), wie Kicker einen Gleichstand entscheiden, was sich bei den Lowball-Varianten und mit Jokern ändert und wie die Bildkarten in anderen Sprachen heißen. Dazu gibt es eine Übersicht aller zehn Kombinationen; die vollständige Rangfolge mit allen Details erklären wir in unserem Ratgeber zu den Pokerhänden. Hier geht es um die einzelnen Karten.
Reihenfolge der Karten beim Poker: von der 2 bis zum Ass
Ein Pokerblatt hat 52 Karten in vier Farben zu je 13. Innerhalb jeder Farbe gibt es dreizehn Ränge, und diese Reihenfolge gilt in allen klassischen Varianten (Texas Hold'em, Omaha, Stud, Five Card Draw):
Die 2 (am Tisch meist einfach „die Zwei“, im englischen Jargon Deuce) ist die niedrigste Karte, das Ass die höchste. Dazwischen folgen die Zahlenkarten in ihrer natürlichen Reihenfolge, und über der 10 kommen die drei Bildkarten: Bube, Dame und König. Was anfangs verwirrt: Die Bildkarten sind nicht „mehr Punkte“ wert, sie stehen einfach weiter oben in der Rangfolge. Ein König zählt weder 13 noch 4 wie beim Skat, er ist schlicht „mehr wert als eine Dame und weniger als ein Ass“.
| Rang | Index | Deutscher Name | Englischer Name | Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| 1. | A | Ass | Ace | Hoch, oder niedrig in der Straße A-2-3-4-5 |
| 2. | K | König | King | Die höchste Bildkarte |
| 3. | Q | Dame | Queen | Das Q kommt von Queen |
| 4. | J | Bube | Jack | Im Englischen früher Knave |
| 5. | 10 | Zehn | Ten | Die höchste Karte, die keine Bildkarte ist |
| 6. bis 12. | 9 bis 3 | Neun bis Drei | Nine to three | Natürliche Reihenfolge |
| 13. | 2 | Zwei | Deuce (two) | Die niedrigste Karte beim normalen Poker |
Da es von jedem Rang vier Karten gibt, kann eine Hand aus fünf Karten nie mehr als vier gleiche enthalten (den Vierling), außer man spielt mit Jokern, dazu weiter unten mehr. Aus der Verteilung von 13 Rängen auf 4 Farben ergeben sich die 2.598.960 verschiedenen Fünf-Karten-Hände, die man bekommen kann; und weil die Farben beim Vergleich nicht zählen, gibt es in Wirklichkeit nur 7.462 unterschiedlich starke Hände.
Woher diese Struktur aus vier Farben und dreizehn Rängen stammt, erzählen wir in der Geschichte des Pokerblatts.
Das Ass beim Poker: hoch oder niedrig?
Das Ass ist die einzige Karte mit zwei Gesichtern. In fast allen Situationen ist es die höchste Karte im Blatt: Ein Paar Asse schlägt ein Paar Könige, und eine Hand „Ass hoch“ schlägt eine Hand „König hoch“. In einer Straße kann es aber nach unten rutschen und als 1 zählen, direkt unter der 2. Beides gleichzeitig geht nicht.
Die höchste und die niedrigste Straße
Mit dem Ass oben entsteht die höchstmögliche Straße, A-K-Q-J-10, die im englischen Jargon Broadway heißt. Mit dem Ass unten entsteht die niedrigste, A-2-3-4-5, bekannt als Wheel (wörtlich Rad) und auch als Bicycle oder Baby Straight. In dieser Straße zählt das Ass als 1, die oberste Karte ist also die 5: Das Wheel ist eine Straße „bis zur 5“ und verliert gegen jede andere Straße.
Ein Fall, über den in vielen Heimrunden diskutiert wird: Hat ein Spieler das Wheel (A-2-3-4-5) und ein anderer 2-3-4-5-6, gewinnt der zweite. Seine Straße endet bei der 6, das Wheel bei der 5. Das Ass in der Hand hilft hier nicht, weil es in dieser Straße als niedrige Karte zählt.
Warum Q-K-A-2-3 keine Straße ist
Beim Standardpoker gibt es keine Straßen „um die Ecke“. Das Ass kann am Anfang oder am Ende einer Straße stehen, aber nie in der Mitte als Verbindung zwischen König und 2. Kombinationen wie Q-K-A-2-3, K-A-2-3-4 oder J-Q-K-A-2 sind daher keine Straße, sondern eine Hand ohne Kombination, bei der nur die höchste Karte zählt. Dasselbe gilt für den Straight Flush. Manche Heimrunden lassen solche Straßen zu (Round-the-Corner), aber das ist eine Hausregel, die man vor dem Geben vereinbaren muss; im Casino oder im Turnier gibt es sie nicht.
Diese Hand ist keine Straße. Sie zählt als „Ass hoch“ mit König, Dame, 3 und 2 als Beikarten.
Das Ass in anderen Varianten
- Lowball nach Ace-to-Five (Razz, die Low-Hälfte von Omaha Hi-Lo und Stud Hi-Lo): Das Ass ist immer die niedrigste Karte. Es ist die beste Karte, die man haben kann.
- Deuce-to-Seven: Das Ass ist immer hoch. Wer die niedrigste Hand sucht, für den ist ein Ass fast das Schlechteste, was kommen kann.
- Short Deck (Hold'em mit 36 Karten, ohne 2, 3, 4 und 5): Das Ass kann weiterhin nach unten rutschen, steht dann aber unter der 6, und die niedrigste Straße ist A-6-7-8-9.
Farben beim Poker: Die Reihenfolge spielt keine Rolle
Das ist wohl die häufigste Frage zur Wertigkeit der Karten. Beim Standardpoker gibt es keine Farbe, die höher ist. Das Pik-Ass ist nicht mehr wert als das Herz-Ass, und ein Pik-Flush schlägt keinen gleich hohen Kreuz-Flush. Haben zwei Spieler dieselbe Hand in verschiedenen Farben, ist es ein Unentschieden, und der Pot wird geteilt. Das Regelwerk von Robert Ciaffone (Robert's Rules of Poker, die meistkopierte Vorlage der Pokerräume) sagt es unmissverständlich: Farben entscheiden nie über einen Pot.
Die Farben spielen nur eine Rolle, um Kombinationen zu bilden, die fünf Karten derselben Farbe verlangen: Flush, Straight Flush und Royal Flush. Woher Pik, Herz, Karo und Kreuz kommen, erklären wir in unserem Artikel über die Farben des Pokerblatts.
Wann doch eine Reihenfolge der Farben gilt
Dass die Farben keinen Pot entscheiden, heißt nicht, dass sie nie verwendet werden. Pokerräume müssen manchmal einen Gleichstand zwischen zwei gleich hohen Karten auflösen, wenn genau eine Person bestimmt werden muss, und dafür nutzen sie die sogenannte Bridge-Reihenfolge, von hoch nach niedrig:
Pik, Herz, Karo und Kreuz. Von unten nach oben gelesen entspricht das der alphabetischen Reihenfolge der englischen Namen (clubs, diamonds, hearts, spades), so merkt man es sich am leichtesten. In diesen Fällen wird sie angewendet:
| Situation | Was entschieden wird | Wie es angewendet wird |
|---|---|---|
| Auslosung des Buttons zu Beginn einer Partie | Wer zuerst gibt | Jeder zieht eine Karte, die höchste bekommt den Button. Ziehen zwei ein Ass, gewinnt das Pik-Ass. |
| Sitzplätze und Tischwechsel | Wer umzieht oder welchen Platz jemand bekommt | Jeder bekommt eine Karte; entschieden wird nach der höchsten Karte und bei gleichem Rang nach der Farbe. |
| Seven Card Stud: Pflichteinsatz (Bring-in) | Wer die erste Setzrunde eröffnet | Es zahlt die niedrigste offene Karte. Gibt es zwei gleiche, zahlt die mit der niedrigeren Farbe (Kreuz vor Karo). |
| Razz: Pflichteinsatz | Wer die erste Setzrunde eröffnet | Umgekehrt: Es zahlt die höchste offene Karte (das Ass zählt als niedrige Karte). Bei gleichem Rang zahlt die höhere Farbe. |
| Übriger Chip in einem geteilten Pot (Stud) | Wer den Chip bekommt, der sich nicht teilen lässt | Bei High-Spielen die höchste Karte nach Farbe, bei Low-Spielen die niedrigste nach Farbe. |
Ein Beispiel aus dem Stud: In der ersten Runde liegen offen die Karo-2 eines Spielers, die Kreuz-2 eines anderen und die Pik-9 eines dritten. Die beiden Zweien sind die niedrigsten Karten, und von ihnen hat die Kreuz-2 die niedrigere Farbe. Also bringt der Spieler mit der 2♣ den Pflichteinsatz.
Bei Pots in Spielen mit Button (Hold'em, Omaha) geht der übrige Chip nicht nach Farbe, sondern an den ersten Gewinner links vom Button. Die Farbe verteilt in jedem Fall nur diesen einen Chip; der Pot selbst wird weiterhin zu gleichen Teilen geteilt.
Andere Farbreihenfolgen, die einem begegnen können
Die Bridge-Reihenfolge gilt in den nordamerikanischen Pokerräumen und in den meisten englischsprachigen Regelwerken, ist aber nicht universell. In Heimrunden verschiedener Länder nutzt man andere Reihenfolgen, wenn man sich auf einen Farbentscheid einigt. In Italien etwa ist die Reihenfolge Herz, Karo, Kreuz und Pik (von hoch nach niedrig) üblich, die man sich mit dem Satz Come Quando Fuori Piove („wie wenn es draußen regnet“) merkt: die Anfangsbuchstaben von cuori, quadri, fiori, picche. Für Österreich und Schweden wird Herz, Karo, Pik und Kreuz genannt, für Deutschland Kreuz, Pik, Herz und Karo, also die Reihenfolge, die jeder vom Skat kennt. Wenn in einer Heimrunde jemand einen Farbentscheid vorschlägt, ist die einzige vernünftige Regel, vor Beginn klar festzulegen, welche Reihenfolge gilt.
Wie die Karten einen Gleichstand entscheiden: High Card und Kicker
Hier zeigt sich der Wert jeder einzelnen Karte wirklich. Haben zwei Spieler dieselbe Kombination (zum Beispiel beide zwei Paare mit Königen), gewinnt, wer die höheren Beikarten hat. Diese Karten, die nicht zur Kombination gehören, aber beim Gleichstand zählen, heißen Kicker. Drei Grundsätze erklären fast alles:
- Es zählen nur fünf Karten. Auch wenn beim Hold'em sieben Karten zur Verfügung stehen, besteht die Hand aus den besten fünf. Die sechste und die siebte Karte entscheiden nie.
- Zuerst wird die Kombination verglichen, dann die Kicker, von hoch nach niedrig. Ist die erste Karte gleich, schaut man auf die zweite, dann auf die dritte, bis eine höher ist.
- Haben alle fünf Karten dieselben Ränge, ist es ein Unentschieden. Die Farbe spielt keine Rolle.
| Kombination | Zuerst verglichen | Kicker |
|---|---|---|
| Vierling | Der Rang der vier Karten | 1 Kicker |
| Full House | Der Drilling, dann das Paar | Keiner |
| Flush | Alle fünf Karten, von der höchsten zur niedrigsten | Alle zählen |
| Straße | Die höchste Karte (beim Wheel die 5) | Keiner |
| Drilling | Der Rang des Drillings | 2 Kicker |
| Zwei Paare | Das höhere Paar, dann das niedrigere | 1 Kicker |
| Ein Paar | Der Rang des Paares | 3 Kicker |
| High Card | Alle fünf Karten, von der höchsten zur niedrigsten | Alle zählen |
Beispiel 1: dasselbe Paar, der Kicker entscheidet
Beim Texas Hold'em liegen K♠ 9♦ 7♣ 4♥ 2♠ auf dem Board. Anna hat A♥ K♦, Lukas hat K♣ Q♠. Beide haben ein Paar Könige. Annas Hand ist K-K-A-9-7, die von Lukas K-K-Q-9-7. Die Kicker werden von hoch nach niedrig verglichen, und schon der erste entscheidet: Annas Ass schlägt die Dame von Lukas.
Beispiel 2: der Kicker, der nicht spielt
Jetzt liegt A♠ A♦ K♣ Q♥ J♠ auf dem Board. Anna hat 8♦ 3♣, Lukas hat 7♣ 2♦. Anna hat die höhere 8, aber das nützt ihr nichts: Die beste Hand aus fünf Karten ist für beide das Board, A-A-K-Q-J, und ihre eigenen Karten bleiben außen vor. Unentschieden, der Pot wird geteilt. Ein typischer Fall, in dem jemand einen „höheren“ Kicker zeigt und eine Überraschung erlebt.
Wäre die fünfte Boardkarte dagegen eine 4 statt des Buben, hätte Anna A-A-K-Q-8 und Lukas A-A-K-Q-7: Dann spielt die 8 sehr wohl mit, und Anna gewinnt.
Beispiel 3: zwei Flushes, Karte für Karte
Anna hat einen Herz-Flush A-J-9-6-3, Lukas einen Kreuz-Flush A-J-8-7-5. Ass gegen Ass ist gleich, Bube gegen Bube auch, und bei der dritten Karte schlägt Annas 9 die 8 von Lukas. Dass Lukas mit 7 und 5 über Annas 6 und 3 liegt, spielt keine Rolle: Der Vergleich endet bei der ersten unterschiedlichen Karte.
Beispiel 4: High Card gegen High Card
Keiner von beiden hat etwas getroffen. Anna hat K-Q-8-5-3, Lukas K-Q-7-6-4. König gegen König, Dame gegen Dame, und Annas 8 entscheidet gegen die 7 von Lukas. Deshalb sagt man ohne Kombination kurz „König hoch“ oder „Ass hoch“, aber die eigentliche Entscheidung kann bis zur fünften Karte gehen.
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Die Wertigkeit der Karten entscheidet innerhalb einer Kombination, aber vorher zählt die Art der Kombination: Jedes Full House schlägt jeden Flush, ganz gleich, wie niedrig das Full House ist. Hier die Rangfolge in Kurzform, von der höchsten zur niedrigsten Hand. Die Wahrscheinlichkeiten jeder Hand und alle Fälle beim Gleichstand findest du in unserem Ratgeber zur Rangfolge der Pokerhände.
| Hand | Beispiel |
|---|---|
| 1. Royal Flush | A♠K♠Q♠J♠10♠ |
| 2. Straight Flush | 9♥8♥7♥6♥5♥ |
| 3. Vierling (Poker) | 7♠7♥7♦7♣K♦ |
| 4. Full House | Q♥Q♦Q♠4♣4♥ |
| 5. Flush | A♦J♦9♦6♦3♦ |
| 6. Straße | 10♣9♦8♠7♥6♣ |
| 7. Drilling | 8♠8♥8♣K♦2♠ |
| 8. Zwei Paare | J♣J♦5♠5♥A♣ |
| 9. Ein Paar | 10♥10♠A♦8♣4♥ |
| 10. High Card | K♠Q♦8♣5♥3♠ |
Die Wertigkeit der Karten beim Lowball
In manchen Varianten gewinnt die niedrigste Hand, nicht die höchste. Dazu gehören Razz, Lowball (Draw Poker auf die niedrigste Hand), 2-7 Triple Draw und die Low-Hälfte von Omaha Hi-Lo und Stud Hi-Lo. In allen gibt es weiterhin eine Rangfolge der Karten, aber das Ziel ändert sich und vor allem die Rolle des Asses, der Straßen und der Flushes. Es gibt drei Systeme, und man sollte sie nicht durcheinanderbringen. Wie jede dieser Varianten gespielt wird, zeigen wir in unserer Übersicht der Pokervarianten.
Ace-to-Five: Das Ass ist die niedrigste Karte
Das ist das verbreitetste System. Das Ass zählt immer als 1, Straßen und Flushes zählen nicht (sie helfen nicht und schaden nicht), und die bestmögliche Hand ist das Wheel, 5-4-3-2-A. Es gilt beim Razz, beim California Lowball und in der Low-Hälfte der Hi-Lo-Spiele. Paare schaden dagegen: Jede Hand ohne Paar schlägt jede Hand mit Paar.
Deuce-to-Seven: Das Ass ist hoch, Straßen zählen
Das ist das System von Kansas City Lowball und 2-7 Triple Draw. Hier haben die Karten denselben Wert wie beim normalen Poker: Das Ass ist immer hoch, und Straßen und Flushes zählen gegen dich. Die beste Hand ist 7-5-4-3-2 in mindestens zwei verschiedenen Farben (alle in einer Farbe wären ein Flush). Ein kurioses Detail: A-2-3-4-5 ist in diesem System keine Straße, sondern einfach eine Hand „Ass hoch“, für Low ziemlich schlecht. Und ein Paar Asse ist das höchste Paar, verliert also gegen jedes andere Paar.
Ace-to-Six: eine Mischung aus beiden
Seltener, und vor allem in Heimrunden gespielt. Das Ass ist niedrig wie bei Ace-to-Five, aber Straßen und Flushes zählen gegen dich wie bei Deuce-to-Seven. Daher ist die beste Hand 6-4-3-2-A: Das Wheel taugt nichts mehr, weil es eine Straße ist.
| System | Das Ass ist | Straßen und Flushes | Beste Hand | Wo es gilt |
|---|---|---|---|---|
| Ace-to-Five | Immer niedrig | Zählen nicht | 5-4-3-2-A | Razz, Omaha Hi-Lo, Stud Hi-Lo, California Lowball |
| Deuce-to-Seven | Immer hoch | Zählen dagegen | 7-5-4-3-2 (kein Flush) | 2-7 Triple Draw, Kansas City Lowball |
| Ace-to-Six | Immer niedrig | Zählen dagegen | 6-4-3-2-A (kein Flush) | Heimrunden |
Wie man zwei Low-Hände vergleicht
Wie beim normalen Poker, nur umgekehrt: Zuerst schaut man auf die höchste Karte jeder Hand, und es gewinnt die Hand, bei der sie niedriger ist. Bei Gleichstand geht es mit der zweithöchsten Karte weiter und so fort. Deshalb benennt man Low-Hände von oben: Eine „Acht-Sechs“ ist eine Hand, deren höchste Karte eine 8 und deren nächste eine 6 ist.
- 8-5-4-3-2 schlägt 9-7-6-4-3, weil die 8 niedriger ist als die 9 (egal, wie niedrig die übrigen Karten sind).
- 8-6-4-3-2 schlägt 8-7-3-2-A: Die 8 ist gleich, und die 6 ist niedriger als die 7.
- Bei Ace-to-Five ist 7-6-5-4-3 eine „Sieben“, gültig für Low, obwohl sie eine Straße bildet. Bei Deuce-to-Seven ist dieselbe Hand eine Straße und gehört zu den schlechtesten.
„8 or better“ beim Omaha Hi-Lo
Bei Hi-Lo-Spielen wird der Pot zwischen der besten hohen und der besten niedrigen Hand geteilt, aber um die Low-Hälfte zu bekommen, muss man sich qualifizieren: fünf Karten mit unterschiedlichem Rang, keine über der 8. Das meint „8 or better“. Qualifiziert sich niemand, geht der ganze Pot an die beste hohe Hand. Beim Omaha muss man außerdem genau zwei der vier eigenen Karten und drei vom Board verwenden, für die hohe wie für die niedrige Hand. Wie bei Ace-to-Five zählt das Ass als niedrige Karte, und Straßen und Flushes verderben das Low nicht. So kann A-2-3-4-5 gleichzeitig die Low-Hälfte gewinnen (es ist das beste Low) und als Straße um die High-Hälfte mitspielen.
Wer zu Hause Gleichstände üben will, braucht ein gut lesbares Kartendeck
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Pokerkarten ansehenJoker und Wild Cards
Beim Turnier- und Casinopoker werden keine Joker verwendet: Das Blatt enthält zwei, aber sie werden vor dem Spiel aussortiert. In Heimrunden und einigen klassischen Varianten tauchen sie dagegen auf und verändern die Wertigkeit der Karten deutlich. Es gibt zwei sehr unterschiedliche Arten, sie einzusetzen.
Der vollständig wilde Joker
Eine wilde Karte (Wild Card) kann jede beliebige Karte darstellen. Das kann der Joker sein oder eine vereinbarte Karte: Am bekanntesten sind die „wilden Zweien“ (Deuces Wild), sehr beliebt beim Videopoker. Mit wilden Karten entsteht eine Kombination, die es beim normalen Poker nicht gibt, der Fünfling (Five of a Kind), der über dem Royal Flush steht. Üblicherweise darf die wilde Karte keine Karte darstellen, die man schon in der Hand hat; ein „Flush mit zwei Pik-Assen“ zählt also nicht, sofern nichts anderes vereinbart ist.
Der „Bug“: ein halber Joker
Beim High Draw Poker der nordamerikanischen Pokerräume spielte man (und spielt man teilweise noch) mit einem Blatt aus 53 Karten, dessen Joker nicht vollständig wild ist. Im Englischen heißt er the Bug. Er kann nur als Ass zählen oder eine Straße, einen Flush oder einen Straight Flush vervollständigen. Einige Folgen:
- Vier Asse plus Joker sind die bestmögliche Hand: ein Fünfling aus Assen. Es ist der einzige Fünfling, der sich bilden lässt.
- 6-6-6-6 mit dem Joker ist kein Fünfling aus Sechsen, sondern ein Vierling Sechsen mit einem Ass als Kicker.
- 8-8-5-5 mit dem Joker ist kein Full House, sondern zwei Paare mit einem Ass als Kicker.
- Vervollständigt der Joker einen Flush, zählt er als die höchste Karte dieser Farbe, die man noch nicht in der Hand hat.
Der Joker beim Lowball
Beim Lowball nach Ace-to-Five wird der Joker zur niedrigsten Karte, die man nicht in der Hand hat. Mit 2-3-5-7 und dem Joker zählt dieser als Ass, und die Hand ist 7-5-3-2-A.
Namen und Indizes der Bildkarten
Die Indizes sind die kleinen Buchstaben oder Zahlen in den Ecken, an denen man eine Karte erkennt, ohne die Hand ganz aufzufächern. Bei den Pokerkarten, die in Deutschland, Österreich und fast überall auf der Welt verwendet werden, sind die Indizes englisch: A (Ace), K (King), Q (Queen) und J (Jack). Auf Deutsch lesen wir diese Buchstaben als Ass, König, Dame und Bube. Viele Rommé-, Canasta- und Skatblätter mit französischen Farben tragen dagegen deutsche Indizes: A, K, D und B. Auch in anderen Ländern folgen die Buchstaben, vor allem bei älteren Blättern oder solchen für lokale Spiele, der Landessprache.
| Sprache | Ass | König | Dame | Bube |
|---|---|---|---|---|
| Englisch (international) | A (Ace) | K (King) | Q (Queen) | J (Jack) |
| Französisch | 1 oder A (as) | R (roi) | D (dame) | V (valet) |
| Deutsch | A (Ass) | K (König) | D (Dame) | B (Bube) |
| Schwedisch | E (ess) | K (kung) | D (dam) | Kn (knekt) |
| Russisch | Т (tus) | К (korol) | Д (dama) | В (walet) |
Ob der Buchstabe wechselt oder nicht, der Wert bleibt gleich: Ein französisches „D“ ist eine Dame, ein französisches „V“ und ein deutsches „B“ entsprechen dem englischen „J“. Wer also ein Kartendeck mit französischen oder deutschen Indizes bekommt, kann problemlos damit Poker spielen, sobald er die Ecken lesen kann.
Von „Kn“ zu „J“
Im Englischen hieß der Bube traditionell Knave (Knappe oder Diener). Eckindizes kamen in den 1860er-Jahren in den USA auf: Das Patent von Cyrus Saladee stammt von 1864, und im selben Jahr brachte der Drucker Samuel Hart aus Philadelphia ein Blatt mit Indizes heraus. In den folgenden Jahrzehnten führten mehrere Hersteller eigene Systeme ein, und auf manchen Blättern jener Zeit trug der Bube „Kn“ in der Ecke, gleich neben dem K des Königs. Mit der Zeit setzte sich der Name Jack durch, mit einem J, das sich nicht mit dem K verwechseln lässt, und das ist heute der internationale Standard.
Die Namen der französischen Bildkarten
Eine Kuriosität, die viele allen Kartenspielen zuschreiben, die aber nur für das französische Bild (das sogenannte Pariser Bild) gilt: Dort trägt jede Bildkarte den Namen einer historischen, biblischen oder sagenhaften Gestalt. Die Bildkarten des internationalen Bildes, also der Pokerkarten, die wir hier verwenden, stammen über England von einem anderen französischen Bild ab (dem von Rouen), trugen nie Namen und stellen niemanden Bestimmten dar.
| Farbe | König | Dame | Bube |
|---|---|---|---|
| ♠ Pik | David | Pallas (Pallas Athene) | Ogier |
| ♥ Herz | Charles (Karl der Große) | Judith | La Hire |
| ♦ Karo | César | Rachel | Hector |
| ♣ Kreuz | Alexandre (Alexander der Große) | Argine | Lancelot (in alten Listen Judas Makkabäus) |
Dass eine Karte David heißt, bedeutet nicht, dass sie König David porträtiert: Die Namen wurden durch Tradition festgelegt, und die Zeichnungen wurden über Jahrhunderte kopiert und vereinfacht. Beim Kreuz-Buben gehen die Angaben auseinander, deshalb nennen wir die beiden Namen, die am häufigsten vorkommen. Auf das Spiel hat das alles keinen Einfluss: Beim Poker ist ein Pik-König genau so viel wert wie ein Karo-König.
Nicht verwechseln: die Wertigkeit der Karten in anderen Spielen
Viele suchen nach der „Wertigkeit der Karten“ und denken an Poker, haben aber eigentlich die Regeln eines anderen Spiels im Kopf. Der grundlegende Unterschied: Beim Poker werden die Karten verglichen, in anderen Spielen werden sie zusammengezählt.
| Karte | Poker | Blackjack | Baccara | Skat |
|---|---|---|---|---|
| Ass | Die höchste (oder niedrig im Wheel) | 1 oder 11 Punkte | 1 Punkt | 11 Augen |
| Bildkarten | K, Q und J in dieser Reihenfolge | Je 10 Punkte | 0 Punkte | König 4, Dame 3, Bube 2 |
| 10 | Unter dem J | 10 Punkte | 0 Punkte | 10 Augen, über dem König |
| 2 bis 9 | Nach ihrer Zahl, ohne Zusammenzählen | Ihre Zahl | Ihre Zahl | Nur 7, 8 und 9 im Blatt, 0 Augen |
| Farben | Gleichwertig | Gleichwertig | Gleichwertig | Trumpf sticht; Reihenfolge Kreuz, Pik, Herz, Karo |
Beim Blackjack zählt das Ass 1 oder 11, je nachdem, was der Hand nützt, und alle Bildkarten zählen 10; ausführlich erklärt in den Blackjack-Regeln. Beim Baccara sind die 10 und die Bildkarten nichts wert, und von der Summe zählt nur die letzte Ziffer (eine 7 und eine 6 ergeben 13, also 3). Und beim Skat (genau wie bei den spanischen Spielen Brisca und Tute) gehören Ass und Zehn zu den Karten mit den meisten Augen, etwas, das beim Poker keinerlei Entsprechung hat.
Und Poker mit spanischem Blatt?
Poker wird mit dem französischen Blatt zu 52 Karten gespielt. In Spanien wie überall auf der Welt nutzt man das französische Blatt gerade für Spiele ausländischer Herkunft wie Poker oder Bridge, während das spanische Blatt für Mus, Tute oder Brisca bleibt. Das spanische Blatt passt nicht gut zum Poker: Es hat 40 oder 48 Karten, seine Bildkarten sind Sota, Caballo und Rey (etwa Bube, Reiter und König) statt Bube, Dame und König, und in der Version mit 40 Karten fehlen die 8 und die 9, was die Straßen zerstört. Wenn dich diese andere Welt interessiert, erzählen wir mehr in unserem Ratgeber zum spanischen Blatt.
Was es dagegen gibt, ist Würfelpoker mit fünf besonderen Pokerwürfeln, deren Seiten Ass, K, Q, J, 10 und 9 zeigen: die sechs höchsten Pokerkarten. Die Kombinationen reichen vom Fünfling (fünf gleiche, die beste) bis zur Hand ohne alles, dazwischen Vierling, Full House, Straße, Drilling, zwei Paare und ein Paar. Da Würfel keine Farben haben, gibt es keine Flushes. Es gibt nur zwei mögliche Straßen, die hohe (10-J-Q-K-A) und die niedrige (9-10-J-Q-K), und wie sie gewertet werden, hängt stark davon ab, wo man spielt; das sollte man vor dem ersten Wurf vereinbaren.
Und eine Anmerkung zum Wortschatz: Auch im Deutschen heißt nicht nur das Spiel „Poker“, sondern umgangssprachlich auch die Kombination aus vier gleichen Karten, die meist Vierling genannt wird und im Englischen Four of a Kind oder Quads heißt. Wer sich im Jargon am Tisch verliert, findet ihn vollständig in unserem Poker-Glossar.
Was kostet ein Kartendeck?
Von 5 € bis über 100 €. Die 52 Karten und die Regeln bleiben gleich; das ist es, was sich ändert.
Zum Spielen5,95 € | Mit Design12,95 € | Premium17,99 € | Sammlerstück34,94 € | |
|---|---|---|---|---|
| Typischer Preis | 5-9 € | 9-15 € | 15-30 € | 30 € und mehr |
| Was es auszeichnet | Klassisches Casino-Design | Künstler-Illustration auf Rückseite und Karten | Spezialfarben, Prägung und Folie auf der Schachtel | Limitierte Auflagen und vergoldete Kanten |
| Für wen | Spieleabende zu Hause | Spielen mit etwas Schönem | Verschenken oder Cardistry | Sammeln und ausstellen |
| Beispiel | Tally-Ho Fan Azul | theory11 Medallion | The Sandwich Series (Luncheon Meat) | Kings Wild LOTR Two Towers Gilded |
| Decks ansehen | Decks ansehen | Decks ansehen | Decks ansehen |
Häufige Fragen
Welche Karte ist die höchste beim Poker?
Das Ass. Es steht über dem König, der wiederum über Dame und Bube steht. Die einzige Ausnahme ist die Straße A-2-3-4-5, in der das Ass als niedrigste Karte zählt.
Was ist mehr wert, Ass oder König?
Das Ass. Ein Paar Asse schlägt ein Paar Könige, und bei gleicher Kombination schlägt ein Ass als Kicker einen König als Kicker. Nur im Wheel (A-2-3-4-5) und bei Lowball-Varianten nach Ace-to-Five wird das Ass zur niedrigsten Karte.
Gibt es beim Poker eine Farbe, die mehr wert ist?
Nein. Beim Standardpoker sind alle vier Farben gleich viel wert, und zwei gleiche Hände in verschiedenen Farben teilen sich den Pot. Die Reihenfolge Pik, Herz, Karo und Kreuz wird nur für organisatorische Dinge verwendet, etwa für die Auslosung des Buttons oder den Pflichteinsatz beim Stud.
Ist das Ass beim Poker hoch oder niedrig?
Meist hoch. Als 1 zählt es nur in der niedrigsten Straße, A-2-3-4-5, die als Straße bis zur 5 gilt. In der Mitte einer Straße kann es nicht stehen: Q-K-A-2-3 ist keine Straße.
Was ist der Kicker beim Poker?
Die Karte, die nicht zu deiner Kombination gehört, aber den Gleichstand mit einem Spieler entscheidet, der dieselbe Kombination hat. Bei Paar Könige gegen Paar Könige gewinnt, wer die höhere Beikarte hat. Es zählen nur die fünf Karten der endgültigen Hand.
Was ist der Joker beim Poker wert?
Beim Standardpoker wird er nicht verwendet. In Heimrunden kann er vollständig wild sein (jede beliebige Karte) oder in einigen klassischen Varianten nur als Ass oder zum Vervollständigen von Straßen und Flushes dienen. Mit Joker sind fünf Asse die bestmögliche Hand.
Was bedeutet Poker Wertung?
Meist ist damit die Rangfolge der Hände gemeint, vom Royal Flush bis zur High Card. Innerhalb jeder Kombination entscheidet die Wertigkeit der Karten: Ein Drilling Könige schlägt einen Drilling Damen. Die vollständige Rangfolge mit Wahrscheinlichkeiten steht in unserem Ratgeber zu den Pokerhänden.
Wer die Wertigkeit jeder Karte kennt, kann spielen, ohne bei jedem Showdown fragen zu müssen, wer gewonnen hat. Wenn du eine Heimrunde vorbereitest oder ein Kartendeck mit gut lesbaren Indizes für den Tisch suchst, findest du im Shop unsere Auswahl an Pokerkarten, und im großen Ratgeber zum Pokerblatt erklären wir, wie man zwischen Marken, Oberflächen und Formaten wählt.
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Bicycle Bridge Schwarz – Spielkarten
Tally-Ho Circle Expert Touch Blau – Spielkarten
Tally-Ho Circle Expert Touch Rot – Spielkarten
Bicycle Rückseite Braun – Spielkarten
Tally-Ho Fan Blau – Spielkarten
Tally-Ho Circle Blau – Spielkarten
Tally-Ho Circle Rot – Spielkarten
Bee Jumbo Index Blau – Spielkarten
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